SinnEntKopplung (2): Wachstum hinterlässt Spuren!
Der unmögliche Hamster zeigt in einer witzigen Animation, was wir immer wieder aus den Augen verlieren. Während die scheinbar begrenzte Ressource Geld ein rein virtuell, vom Menschen erfundenes Gut ist, ist die Erde tatsächlich in all ihren Stoffen und Erscheinungen - sprich Materialien, Gasen, Flüssigkeiten und Lebensformen - begrenzt.
Gerade eben erst haben unsere Staatschefs global bewiesen, wie einfach es ist, die Geldmenge bei Bedarf fast schon beliebig zu erhöhen. Klar redet jetzt jeder über die möglichen Katastrophalen Folgen, doch auch dafür gibt es ja bereits das Patentrezept »WACHSTUMSBESCHLEUNIGUNG«.
Denn über wirtschaftliches Wachstum, so sagen all unsere Formeln, lösen wir das Problem der überhöhten Geldmenge innerhalb der nächsten zehn Jahre wunderbar geschmeidig.
Ein anderer Gedanke … seit 1994 gibt es das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks. Es wurde seinerzeit von Mathis Wackelnagel und William E. Rees entwickelt. Verstanden wird damit die Fläche auf der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter Fortführung heutiger Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen - Ökologischer Fußabdruck auf Wikipedia
Spannend an der Geschichte des Ökologischen Fußabdrucks ist, dass wir bereits heute mehr Welt verbrauchen, als wir zur Verfügung haben. Die kaum überraschende Erkenntnis aus dem Ökologischen Fußabdruck, der inzwischen auch auf Wasser und andere Überlebensnotwendige Bereiche übertragen wurde ist: WIR LEBEN ÜBER UNSERE VERHÄLTNISSE!
Das allein kann uns erwiesenermaßen nicht schockieren, genauso wenig wie die in Verzweiflung driftende Ergänzung: WIRKLICH!
Zwei Gedanken zum Zusammenhang zwischen dem unmöglichen Hamster und unserem Ökologischen Fußabdruck:
Wie schlecht das eigene Gewissen sein darf, kann man heraus finden. Auf der Website www.happyplanetindex.org, die einen Indize erstellt, der Zufriedenheit und Ökologischen Fortbringt zusammen führt. Man kann dort auch seinen persönlichen Happy Planet Index kalkulieren lassen.
Mein persönlicher Ökologischer Fußabdruck liegt laut dieser Berechnungsmethode bei 2.85. Die gute Nachricht: Damit bin ich ein guter im Vergleich zum Durchschnitt der Teilnehmenden, der bei 4.1 liegt. Die schlechte: Auch ich verbrauche fast DREI mal so viel Erde, wie mir zur Verfügung steht. Da geht noch was!
Gebhard Borck
Gerade eben erst haben unsere Staatschefs global bewiesen, wie einfach es ist, die Geldmenge bei Bedarf fast schon beliebig zu erhöhen. Klar redet jetzt jeder über die möglichen Katastrophalen Folgen, doch auch dafür gibt es ja bereits das Patentrezept »WACHSTUMSBESCHLEUNIGUNG«.
Ein anderer Gedanke … seit 1994 gibt es das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks. Es wurde seinerzeit von Mathis Wackelnagel und William E. Rees entwickelt. Verstanden wird damit die Fläche auf der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter Fortführung heutiger Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen - Ökologischer Fußabdruck auf WikipediaSpannend an der Geschichte des Ökologischen Fußabdrucks ist, dass wir bereits heute mehr Welt verbrauchen, als wir zur Verfügung haben. Die kaum überraschende Erkenntnis aus dem Ökologischen Fußabdruck, der inzwischen auch auf Wasser und andere Überlebensnotwendige Bereiche übertragen wurde ist: WIR LEBEN ÜBER UNSERE VERHÄLTNISSE!
Das allein kann uns erwiesenermaßen nicht schockieren, genauso wenig wie die in Verzweiflung driftende Ergänzung: WIRKLICH!
Zwei Gedanken zum Zusammenhang zwischen dem unmöglichen Hamster und unserem Ökologischen Fußabdruck:
Wenn Geld nur virtuell ist, wird klar, warum unsere Regierungen und Großkopfeten lieber über die Geldkrise diskutieren und dort helfen, als über die wirkliche Begrenztheit unseres Planeten. Wir können ja noch über einen guten Zeitraum größere Nummern auf Geldscheine drucken oder? Es wäre schon eine ganz andere Herausforderung darüber nachzudenken, wie wir unseren industriell, kapitalistischen und aufgeklärt modernen Lebensstil wieder einschränken können, ohne in eine Massendepression oder in vergangenheitlich bekannte Gewaltorgien zu verfallen. Wenn ich könnte, würde ich da auch erst einmal meine Geldmenge erhöhen!
Auf kurze Sicht wird uns das natürlich nichts bringen, schade eigentlich.
Wenn unser Lebensstil ein gerüttelt Maß dazu beiträgt, dass wir nachweislich mehr Erde konsumieren, als zur Verfügung steht ist die logische Konsequenz, um unsere Probleme zu lösen natürlich: Wachstumsbeschleunigung
Der bekannte Prof. Dr. Kruse aus Bremen hat einmal ein kleines Experiment beschrieben. Darin wird in einem Unternehmen eine Tür, die normalerweise offen ist, abgeschlossen. Über eine versteckte Kamera wird die Reaktion der Menschen gefilmt, die sich mit dieser Veränderung konfrontiert sehen. Durchgängig haben wir eine dominierende Lösungsstrategie. Nachdem die Probanden erkannt haben, dass die Türe, die sich bisher immer leicht öffnen ließ, verschlossen ist, verdrängen sie diesen Fakt und rütteln einfach stärker, ja man könnte schon sagen gewalttätig an der Türklinke. Kann doch nicht sein, dass jemand die Türe abgeschlossen hat! Der Rückschluss von Prof. Dr. Kurse: Bevor wir denken, wiederholen wir einfach, was wir schon kennen, nur vehementer.
Wie schlecht das eigene Gewissen sein darf, kann man heraus finden. Auf der Website www.happyplanetindex.org, die einen Indize erstellt, der Zufriedenheit und Ökologischen Fortbringt zusammen führt. Man kann dort auch seinen persönlichen Happy Planet Index kalkulieren lassen.Mein persönlicher Ökologischer Fußabdruck liegt laut dieser Berechnungsmethode bei 2.85. Die gute Nachricht: Damit bin ich ein guter im Vergleich zum Durchschnitt der Teilnehmenden, der bei 4.1 liegt. Die schlechte: Auch ich verbrauche fast DREI mal so viel Erde, wie mir zur Verfügung steht. Da geht noch was!
Gebhard Borck
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