SinnEntKopplung (3) - Schwarzes Loch in Köln

Die U-Bahn-Baustelle hat im vergangenen Jahr für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt, als aufgrund von Baumängeln das Stadtarchiv einstürzte. Ging man damals noch von punktuellen Schlampereien aus, wird inzwischen ein ganz anderes Ausmaß ersichtlich.
In einem Interview im Deutschlandradio sprach Dirk Müller mit dem Präsidenten der nordrhein-westfälischen-Ingenieurkammer-Bau, Heinrich Bökomp. Herr Bökamp sieht hinter dem Pfusch kein organisiertes Verbrechen, wie andere es bereits proklamieren, sattdessen handle es sich um mangelnde Kontrolle.
Im Interview erklärt Herr Bökamp:
Bökamp: ...denn unser Sicherheitskonzept ist ein festgeschriebenes, über Jahrzehnte erprobtes und auch weltweit anerkanntes Sicherheitssystem.
... Einmal ist Sicherheit nur dann erzielbar, wenn sie auch kontrolliert wird, wenn, wir sagen immer, das Vier-Augen-Prinzip eingeführt ist und auch wirklich gelebt wird. Da hat hier sicherlich das eine oder andere versagt, dass eben derjenige, der ausführt, sich nicht überwacht gefühlt hat, oder zumindest nicht ausreichend überwacht gefühlt hat, denn wenn 80 Prozent einer Sorte von Eisen verschwinden, dann kann dort eine Überwachung nicht befürchtet worden sein.

Management News - Interview im Managementradio

management radioHallo Blog,

am Freitag hat mich Ulrich Erik Hinsen vom management radio zu meinem Kernthema Sinnkopplung interviewt.

Unser sehr angenehmes Gespräch dauert gerade einmal sieben Minuten und bringt das Konzept Sinnkopplung sowie seine Relevanz für die Mitarbeiterbindung, die Führung und die Kommunikation im Unternehmen, wie ich finde, sehr gut auf den Punkt.

Vielen Dank ans management radio! 

Wer will, kann das Interview gleich hier anhören:

Das empathische Unternehmen

Bild: APEigentlich, sagt Jeremy Rifkin, sind wir Menschen uns grundsätzlich einander zugetan, und so könnte, sollte endlich eine empathische Zivilisation entstehen.
Als Beispiel für die Möglichkeit dieser empathischen Zivilisation wird im Interview mit dem Deutschlandradio die Hilfsbereitschaft für die Erdbebenopfer in Haiti angeführt. Rifkin meint dazu.
Bereits eine halbe Stunde nach dem Erdbeben tauchten die ersten Nachrichten auf Twitter, auf YouTube auf, und innerhalb weniger Stunden hatte sich der ganze Erdball ins Bild gesetzt und zeigte diese Einfühlung, als ob die ganze Erde sozusagen eine Familie wäre. Das ist ein gutes Beispiel für das, was ich die Zivilisation der Empathie nenne. Dennoch stellen sich da noch Probleme.

Einerseits haben wir ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass wir alle zusammengehören, dass wir eine Biosphäre bilden, dass unsere Mitgeschöpfe sozusagen Teil unserer Großfamilie sind. Auf der anderen Seite sehen wir das verstärkte Aufkommen von Massenvernichtungswaffen, mehr Fremdenfeindlichkeit, und der Klimawandel steht vor der Tür, er könnte sogar das Überleben der Menschengattung gefährden.

Andreas Zeuch - Finance Blog of the Year

Eine kurze freudige Zwischenmeldung:

Der Blog meines Kollegen Dr. Andreas Zeuch wurde bei smava als Kandidat für den diesjährigen Wettbewerb zum Finanace Blog of the Year aufgenommen.

Ich freue mich sehr, dass es ein Exot in diesen illustren Kreis von ansonsten doch eher verstaubt finanzlastigen Kandidaten geschafft hat.

Andreas herzliche Gratulation dazu und den Blogleseren, ich halte euch auf dem Laufenden, wie es ausgeht.





Sinn ist die neue Suche

Mein geschätzter Kollege Andreas Zeuch hat für mich folgende Aussage von Stowe Boyd aus einem anderen Blog gefunden:
Überflusswirtschaft bedeutet, dass wir zukünftig nicht mehr auf Suche angewiesen sind. Suche basiert auf Knappheit. Wenn aber alle wichtigen Informationen öffentlich zugänglich sind, und die nächste heiße Nachricht höchstens ein paar Sekunden entfernt, ist das Problem ein anderes. In dieser Welt ist das Problem nicht mehr, zu finden, was man sucht, sondern die Informationsflut einzugrenzen. Das ist für ein Unternehmen mit 1000 Angestellten genauso wahr, wie für das gesamte soziale Internet. Wir schalten zunehmend um auf einen sozialen Filter und fragen zunächst Menschen, die sich mit unserem Problem auskennen. Unser Netzwerk wird damit zu einer ‚Antriebsmaschine für Sinn’ (‚engines of meaning’), wie es Bruce Sterling gesagt hat.

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