SinnEntKopplung (2): Wachstum hinterlässt Spuren!

Der unmögliche Hamster zeigt in einer witzigen Animation, was wir immer wieder aus den Augen verlieren. Während die scheinbar begrenzte Ressource Geld ein rein virtuell, vom Menschen erfundenes Gut ist, ist die Erde tatsächlich in all ihren Stoffen und Erscheinungen - sprich Materialien, Gasen, Flüssigkeiten und Lebensformen - begrenzt.
Gerade eben erst haben unsere Staatschefs global bewiesen, wie einfach es ist, die Geldmenge bei Bedarf fast schon beliebig zu erhöhen. Klar redet jetzt jeder über die möglichen Katastrophalen Folgen, doch auch dafür gibt es ja bereits das Patentrezept »WACHSTUMSBESCHLEUNIGUNG«.
Denn über wirtschaftliches Wachstum, so sagen all unsere Formeln, lösen wir das Problem der überhöhten Geldmenge innerhalb der nächsten zehn Jahre wunderbar geschmeidig.

SinnEntKopplung (1): Einige der am besten bezahlten Berufe zerstören Werte – sozial wie ökologisch

A bit rich - Der wirkliche Wert von ArbeitIm Dezember wurde über die New Economic Foundation (nef), die sich selbst mit dem netten Untertitel versieht »economics as if pople and the planet mattered« eine Studie veröffentlicht, die sich mil dem Gesellschaftlichen Wert von Arbeit befasst.
In der Studie werden provokativ drei Hochverdiener - Investmentbanker, Steuerberaterin und Marketingchef - mit drei Niedrigverdienern- Putzkraft im Krankenhaus, Müllmann und Erzieherin - verglichen. Das kaum überraschende Ergebnis, während die Hochverdiener kaum gesellschaftlichen Nutzen stiften, ja sogar Schaden anrichten, bringen die Niedrigverdiener einen gesellschaftlichen Mehrwert, von dem ihr Einkommen nur ein Bruchteil ist.
Die Studie kann hier kostenlos herunter geladen werden:
Plusminus hat am 26. Januar einen Beitrag über die Studie gebracht, den ihr hier anschauen könnt (ein hoch auf die GEZ).

Neben dem scheinbar Offensichtlichen finde ich folgende Aspekte interessant:

Der anständige Unternehmer im 21. Jahrhundert

"Gute Taten, das bedeutet den Ruin" so Berthold Brecht im guten Mensch von Sezuan.

Stimmt das wirklich? schließen sich Anstand und wirtschaftlicher Erfolg gegenseitig aus? Was unterscheidet den anständigen Unternehmer vom gemeinen Geschäftsführer?

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff des ehrbaren Kaufmanns geprägt, den ich weiterhin als geeignetes Vorbild für den anständigen Unternehmer sehe. Dennoch gibt es heute einige Unterschiede zu diesem Kaufmann.
In den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts war die Gesellschaft noch durch ein hohes Standesbewusstsein geprägt. Ein Kaumfann war dort qua Titel ein kreditwürdiger Kunde in einer Bank oder bei Zulieferen. Er hatte verschiedene Rechte und Pflichten, nicht nur gegenüber sich selbst, sondern auch und gerade gegenüber seinen Mitarbeitern und der Öffenlichkeit. Er hatte die Rolle in der Gesellschaft, Unternehmungen in Gang zu bringen und am Laufen zu halten und man konnte auf ihn vertrauen, machte er einmal krumme Geschäfte wurde er von der Gesellschaft und seinen Handelspartnern ausgestoßen. Mit das schlimmste Verbrechen, das er begehen konnte war ein Vertrauensbruch.

Radikal dezentralisierte Netzwerkorganisation

Machtwechsel Abb. 2Hallo Blog,
ich schmökere gerade in «Machtwechsel im Management», ein Buch, das Mitte der 90er geschrieben wurde, von einem Autor, der leider bereits verstorben ist, denn da hätte man sich auf mehr freuen dürfen!


Uwe Renald Müler macht im Zusammenhang, der im Blog von Stefan Hagen diskutierten Inhalte eine, für mich, spannende andere Perspektive auf.
Auf Seite 113 schreibt er: "Es klingt unwahrscheinlich, doch wir können davon ausgehen, dass die meisten Mitarbeiter und Führungskräfte keine, auch nur annähernd ganzheitliche, Vorstellung vom Zusammenspiel der betrieblichen Funktionsbereiche haben."
Unter dem Abschnitt befindet sich die Grafik hier rechts,  die das Zusammenspiel, wie er es erkannt hat, abbildet.

Sinnvoll wirtschaften für Einfältige (1) - Porsche Chef Michael Macht

Blogbeitrag - Ein Fall von Nichtwissen (4)Mein hoch geschätzter Kollege Andreas Zeuch hat im April 2009 einen lesenswerten Blogbeitrag mit dem Titel «Ein Fall von Nichtwissen (4): Porsche kommt ins Schleudern» verfasst, Im lesenswerten Beitrag stellt er die turbulente Geschichte des Sprotwagenbauers über die letzen Monate, die Parallelen etwa zur Schaeffler Übernahme-Pleite mit Conti und den Zusammenhang mit Nichtwissen in der Wirtschaft dar.
Inzwischen wissen wir, dass die mächtigen Wendelin Wiedeking und Holger Härter ihren Hut nehmen durften (mussten). Was mir neu war, aber natürlich absolut sinnfällig ist, ist die Position des neuen Porsche Chefs Michael Macht dazu.

In einem Interview am 26. November 2009 im Deutschlandfunk stellte Macht fest:

"Also erst einmal ist die industrielle Logik, die wir vor drei Jahren

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