Wohin Führung? Treffen am 27. November in Ludwigsburg

Im Juli diesen Jahres habe ich einen Blogbeitrag mit dem Titel "Was ist Management?" verfasst. Bis zum heutigen Tag hat dieser Beitrag 64 Kommentare ausgelöst.
Offensichtlich brennt das Thema Führung & Management vielen von Euch ähnlich unter den Nägeln wie mir.
Sogar Fredmund Malik hat unsere virtuelle Diskussion mitbekommen.
Schlussendlich haben wir dann auf Gebhards Anregung hin beschlossen, die virtuelle Diskussion REAL weiter zu führen und zu vertiefen.
Am kommenden Freitag, den 27. November, ist es nun endlich so weit. Eine Runde von 12 interessierten und engagierten Blog-Leser/innen trifft sich von 14-20 Uhr in Ludwigsburg, um gemeinsam folgende Frage zu diskutieren:
Der Anständige Unternehmer im 21. Jahrhundert
"Gute Taten, das bedeutet den Ruin" so Berthold Brecht im guten Mensch von Sezuan.
Stimmt das wirklich? schließen sich Anstand und wirtschaftlicher Erfolg gegenseitig aus? Was unterscheidet den anständigen Unternehmer vom gemeinen Geschäftsführer?
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff des ehrbaren Kaufmanns geprägt, den wir weiterhin als geeignetes Vorbild für den anständigen Unternehmer sehen. Dennoch gibt es heute einige Unterschiede zu diesem Kaufmann.
In den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts war die Gesellschaft noch durch ein hohes Standesbewusstsein geprägt. Ein Kaumfann war dort qua Titel ein kreditwürdiger Kunde in einer Bank oder bei Zulieferen. Er hatte verschiedene Rechte und Pflichten, nicht nur gegenüber sich selbst, sondern auch und gerade gegenüber seinen Mitarbeitern und der Öffenlichkeit. Er hatte die Rolle in der Gesellschaft, Unternehmungen in Gang zu bringen und am Laufen zu halten und man konnte auf ihn vertrauen, machte er einmal krumme Geschäfte wurde er von der Gesellschaft und seinen Handelspartnern ausgestoßen. Mit das schlimmste Verbrechen, das er begehen konnte war ein Vertrauensbruch.
Arbeitstreffen - der anständige Unternehmer im 21. Jahrhundert
Ihre Zukunft als Geschäftsführer oder Vorstand
Gastgeber:
- Dr. Andreas Zeuch
Intuition und Umgang mit Nichtwissen bei Entscheidungen als persönliche Führungskompetenz - Markus Stegfellner
viele Jahre Gesellschafter-Geschäftsführer, heute freier Berater und Netzwerker im Genossenschaftlichen FinanzVerbundFinanzVerbund - Gebhard Borck
Sinnkopplung ein zeitgemäßer Mechanismus zur Mitarbeiterbindung in Unternehmen
Ort: Hohenwart Forum
Details auf der Webseite der Beratergruppe sinnvoll-wirtschaften
Kontakt:
Büro Koblenz: +49 2604.95 19 13
Büro Pforzheim: +49 7231.78 65 36
Büro Nürtingen: +49 7022.95.97.56
Ad persona - Es gibt Unzufriedenheit, gerade weil man sich identifiziert
Diese Erkenntnis ergab sich in einem Gespräch zwischen Götz Werner, Karl Martin Dietz, Thomas Kracht, Peter Dellbrügger und anderen Vertretern des IEP in Karlsruhe, Niels Pfläging und mir.
Im Gespräch ging es um die Erkenntnisse von Werner, Dietz und Kracht im Bezug auf Intrinsik, Motivation, Identifikation und Intelligenz von Mitarbeitern in ihrer Bereitschaft für ein Unternehmen zu leisten.
Das Zitat entstand nun aufgrund meiner Wahrnehmung, der ich daran arbeite, Unternehmen so zu gestalten, dass die Mitarbeiter dort wirklich arbeiten wollen, dass es in diesen Unternehmen Menschen gibt, die aus sich heraus eher unzufrieden, denn zufrieden sind und deshalb auch mit den Unternehmen eher unzufrieden als zufrieden sind.
Die Unzufriedenheit einbringen tut nur der Mitarbeiter, der sich auch identifiziert. Ein nicht identifizierter Mitarbeiter kann zwar auch unzufrieden sein (ist es sogar sehr wahrscheinlich), allerdings wird er seine Unzufriedenheit nicht unbedingt einbringen, zumindest nicht in den offiziellen Bereich des Unternehmens oder der Kommunikation (also alles außerhalb der symbolischen Kaffee-Ecke). Damit nimmt er seinen Kollegen die Möglichkeit aus seiner Unzufriedenheit eine Ressource zu machen. Das ist wie nörgeln ohne Denkansätze zur Verbesserung oder Alternativvorschläge oder ähnliches.
Mit Spielgeld zum Wahlergebnis
In einer Meldung vom 27. 10. 209 bei Heise online ist nachzulesen, dass es Soziologen von der Uni München gelungen ist, das Wahlergebnis für die Bundestagswahl z.B. von der CDU auf 0,05% genau vorherzusagen.
Für diese sehr präzise Zukunftsvorhersage wurden so genannte Prognosemärkte eingesetzt. Was ist das und funktioniert das etwa auch für Unternehmen?
Der Artikel nennt mit Motorola und Siemens zwei eher bescheidene Businessbeiscpiele, die schon in den 90er Jahren solche Prognosemärkte eingesetzt haben. Wohl eher mit einem bescheidenen Erfolg, zumindest im Hinblick auf die Gesamtleistung der Unternehmen.
Mit den Mitarbeitern, nicht für sie

Kurzarbeit heißt den Kopf in den Sand
stecken und warten, bis das Ungemach vorüber ist. Statt anzupacken,
Herausforderungen anzunehmen und nach neuen Lösungen zu suchen.
Gemeinsam mit den Mitarbeitern, statt sie zu entmündigen und nach Hause
zu schicken. Die Zukunft liegt in der gemeinsamen Entfaltung der
Potenziale aller.
Firmen setzen in der Krise auf Kurzarbeit, wie die aktuelle Statistik
der Bundesagentur für Arbeit verdeutlicht. Demnach haben im Juni 2009
1.433.000 Arbeitnehmer kurzgearbeitet, davon 1.416.000 aus
konjunkturellen Gründen. Seit Jahresbeginn ist die Zahl der
Kurzarbeiter um 969.000 Personen gewachsen. In der Metallbranche ist
sogar jeder dritte Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen. Doch ist das
wirklich die Lösung?
Lesen Sie unsere aktuelle Kolumne bei ChangeX …


