Führung & Management im 21. Jahrhundert

Unsere Ludwigsburg-Klausur zu der Frage „Welche Führung brauchen wir im 21. Jahrhundert?“ wird nun definitiv am Freitag, den 27. November 2009 von 14-20 Uhr stattfinden. Nach derzeitigem Stand werden 11 Personen teilnehmen. Damit ist der Kreis fixiert.
Wir werden die Klausur bestmöglich dokumentieren (Fotos, Videos, Präsentationen, MindMaps etc.), damit wir im Anschluss daran gemeinsam weiter denken und diskutieren können. Weiters überlegen wir uns ein Konzept, wie wir Euch LIVE einbinden können, durch Livestreaming, Twitter, Chat etc.
Wir, Stefan, Eberhard und ich, freuen uns schon sehr auf dieses Treffen und wünschen uns, dass daraus was Regelmäßiges und Fruchtbares wird.
Details folgen…
Marc und Edu - was, wenn Steuern sinnvoll wären?
Marc hatte Edu schon lange nicht mehr so kribbelig gesehen.
„Was ist den los?“ fragte er ihn, kaum dass Edu die Jacke ausgezogen hatte.
„Warum?“ kam ablenkend zurück.
„Weil Du selten so aufgekratzt bist. Ist Dir heute Morgen etwas passiert?“
„Nein, gestern Abend ist mir etwas passiert, ich habe mich bei Anne Will eingezaaped. So ein Mist!“
„Wolltest Du diese Talkshows nicht meiden?“ Marc war einigermaßen verwundert, kannte er Edu doch als konzentriert disziplinierten Einhalter seiner eigenen Prinzipien und eines davon war, Sonntags-Talkshows nicht anzuschauen, weil sie ihn nur aufregten.
„Ganz richtig und gestern habe ich wieder Recht bekommen.“ Seufzte Edu und setze sich vor seinen Bildschirm.
„Hey, so nicht!“ platze Marc heraus „Gackern und nicht legen gilt nicht, was hat Dich denn so aufgeregt? Die Gäste, die Fragen, die Zuschauer, die Einspieler, was war es denn?“
Edu atmete tief ein und schaute zu Marc hinüber: „Es war die Unfähigkeit dieser Menschen, aus ihrer vorgegebenen Rolle herauszutreten, um ein wenig Intelligenz an den Tag zu legen. Sie bedienen einfach ihre Klischees und weiter bringt das niemanden.“ Edus Blick wanderte zum Fenster und er hörte wieder auf zu sprechen.
„Edu!“ rief Marc „wirst Du jetzt mal Klartext sprechen oder was?“
Daniel Pink vs. Amoklauf in Ansbach
Gestern habe ich bei meinem geschätzten Kollegen Stefan Hagen dieses Video von Daniel Pink gesehen. Wie Stefan selbst in seinem Blog erläutert stellt es klar, wie wichtig Sinn und Sinnkopplung (Pink nennt es Purpose - The yearning to do what we do in the service of something larger than ourselves) für das Funktionieren von Organisationen ist.
Sinn macht Veränderung erst möglich
In der Vorbereitung auf ein gemeinsames Arbeitstreffen für anständige Unternehmer in unserer Zeit bin ich zusammen mit meinem Kollegen Dr. Andreas Zeuch über die logischen/ neurologischen Ebenen des NLP gestolpert.
Wir waren auf der Suche nach Möglichkeiten, wie die teilnehmenden Geschäftsführer unsere Inhalte nicht nur hören und sehen, sondern erleben konnten. Im Brainstorming über Methoden, Settings, Materialien und so weiter kamen wir schließlich auf die Didaktik zu sprechen.
Wie sollten die Spiele und Rituale in einen schlüssigen Kontext gesetzt werden?
Wie war es zu erreichen, dass mit den Teilnehmenden etwas passiert?
Wie konnten wir davon ausgehen, dass unser Know-how ankommt und so verstanden wird, dass es auch zu einer Umsetzung kommt?
Tarnen, täuschen und verpissen
109 Milliarden EUR gehen im Jahr verloren wegen den Statisten am Schreibtisch
Gestern habe ich wieder einen Beweis gefunden. Fast 90% der deutschen Arbeitnehmer haben keine emotionale Bindung an ihr Unternehmen. Der Beweis kommt alle Jahre wieder von Gallup.
Im dazu veröffentlichten Artikel in der Süddeutschen erfahren wir zudem, dass Deutschland damit weltweit im unteren Mittelfeld angesiedelt ist, während Indien (mehr als 40% sind emotional gebunden) und die USA (hier sind es 29%) sich auf mehr als Dienst nach Vorschrift verlassen können.
Woher kommt diese Distanz zwischen Mitarbeitern und Unternehmen? Was
bedeutet überhaupt "innere Kündigung"? Psychologen definieren sie als
den Entschluss eines Mitarbeiters, sein Engagement und seine
Leistungsbereitschaft bewusst, aber unauffällig herunterzufahren.
Hinter der inneren Kündigung steckt nicht der Wunsch, einen neuen Job
zu finden, sondern im alten möglichst unbeobachtet zu überwintern.
Ihr Einsatz für ein Unternehmen, dass Ihnen Misstraut?
Gerade eben habe ich diesen Spot gesehen und mich gefragt. Wenn wir verletzt sind, weil Unternehmen uns bespitzeln, so wie die Telekom, die Bahn oder Lidl, was würden wir tun, wenn es nicht nur Unternehmen wären?
Meine erste Antwort ... gar nichts, wir nehmen es stoisch hin.


